Vorträge 2015

Torbulok – ein neu entdecktes Heiligtum im hellenistischen Osten

„Torbulok – ein neu entdecktes Heiligtum im hellenistischen Osten“ Torbulok („vier Quellen“) ist der Name eines kleinen Dorfes im Südwesten Tadžikistans. Durch den Fund eines großen Perirrhanterions (Kultgefäß) konnte dort ein Heiligtum lokalisiert werden, das zu den wenigen bekannten Heiligtümern im antiken Baktrien hinzu tritt. Es gehört in die Zeit nach Alexander dem Großen, die auch in dieser fernen Region der hellenistischen Welt durch eine Vermischung griechischer und einheimischer Kulturen gekennzeichnet ist. Das ländliche, extra-urbane Heiligtum wird seit Ende 2013 ausgegraben, wobei das Grabungsprojekt insbesondere kult- bzw. ritualgeschichtliche Fragestellungen verfolgt. Wurden im hellenistischen Fernen Osten griechische Kulte und Rituale nach griechischen Mustern praktiziert, oder lassen sich auch Praktiken nachweisen, die …

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Residenzstadt und Grabstätte des ,hellenisierten‘ Herrschers Seuthes III. im bulgarischen Rosental

„Residenzstadt und Grabstätte des ,hellenisierten‘ Herrschers Seuthes III. im bulgarischen Rosental“ Folgt man dem griechischen Geschichtsschreiber Diodor, behandelten die Thraker gefangene Griechen mit ausgesuchter Grausamkeit – eine eindrückliche Schilderung ihres Barbarentums. Diese griechische Wahrnehmung von Barbaren am ‚Rande‘ ihrer Welt steht im krassen Widerspruch zu den archäologischen Befunden und Funden in der griechisch geplanten Residenzstadt des odrysischen Machthabers Seuthes III. (ca. 330–295 v. Chr.). Hinzu tritt das 2004 entdeckte riesige Kammergrab des Herrschers mit seinem gesamten Inventar (goldenes, silbernes, bronzenes Geschirr, Amphoren, Waffen, Münzen etc.). Vor dem Grabzugang wurde das grandiose Bronzebildnis des Seuthes gefunden. Von diesen Funden ausgehend lässt sich das Phänomen der Akkulturation der Thraker in exzeptioneller Weise …

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Über den Beginn sozialer Ungleichheit in den frühen Metallzeiten: Eine Goldgewinnung des 4. und 3. Jt. in Sakdrissi (Südostgeorgien)

„Über den Beginn sozialer Ungleichheit in den frühen  Metallzeiten: Eine Goldgewinnung des 4. und 3. Jt.   in Sakdrissi (Südostgeorgien)“ Durch die Entdeckung des prähistorischen Goldbergwerkes von Sakdrissi in Georgien und seine Datierung in das 4. Jt. v. Chr. haben sich für die Forschung mehrere Fragen gestellt: In welchem sozialen Umfeld wurde hier in komplexer Arbeitsteiligkeit Gold produziert? Hat diese Goldgewinnung, die nach einer ersten Abschätzung der Produktionsmengen einige Hundert Kilogramm umfasst haben sollte, eine gesellschaftliche Differenzierung von Konsumenten und Produzenten begünstigt? Wie schwer die Rekonstruktion der Sozialumstände urgeschichtlicher Rohstoffgewinnung ist, zeigt die südostgeorgische Goldgewinnung im späteren 4. Jt. v. Chr. auf eindrückliche Weise: Während die „Produzenten“ mit ihren siedlungsgeschichtlichen und …

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