Vorträge 2004

Die Besiedlungsgeschichte einer Mikroregion an der unteren Donau (Neolithikum bis frühe Neuzeit)

„Die Besiedlungsgeschichte einer Mikroregion an der unteren Donau (Neolithikum bis frühe Neuzeit)„ Seit 1958 wurden im spätantiken Limeskastell Iatrus an der unteren Donau (beim Dorf Krivina an der Jantra-Mündung, Bulgarien) deutsch-bulgarische Ausgrabungen durchgeführt. Etwa zur gleichen Zeit begannen polnisch-bulgarische Ausgrabungen im ca. 15 km donauaufwärts gelegenen Legionslager Novae. Die langjährigen Forschungen in den beiden Limesanlagen führten zu grundlegenden Erkenntnissen über den römischen Limes an der unteren Donau. Mit dem Beginn einer neuen Grabungsperiode im Jahre 1992 ergab sich durch die veränderten politischen Rahmenbedingungen erstmals die Option auf Forschungen außerhalb des unmittelbaren Kastellgeländes. Zuvor war man bezüglich der Struktur des Kastellumfelds im wesentlichen auf die unvollständigen Angaben in älteren Publikationen angewiesen. Damit war es …

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Tanais – eine Griechenstadt am Dondelta

„Tanais – eine Griechenstadt am Dondelta„ Im 3. Jh. v. Chr. entstand an der Mündung des heutigen Don eine griechische Niederlassung, welche sich auf der Basis eines äußerst lukrativen Warenaustausches in kürzester Zeit zu einem herausragenden wirtschaftlichen Zentrum für das gesamte Umland entwickelte. An der Schnittstelle zum steppennomadischen Kulturkreis bildete Tanais dabei die Drehscheibe unterschiedlicher kultureller Erzeugnisse und Traditionen, die für die Herausbildung eines einzigartigen Gesellschaftssystems bestimmend gewesen sind: Einerseits war Tanais als befestigter Außenposten des Bosporanischen Reiches ein sichtbares Zeichen für das Vor-dringen griechischer Kultur in diesem Raum; andererseits lässt sich in dieser Stadt aber auch ein mit der Lokalbevölkerung auf Interaktion und Integration ausgerichtetes Handeln nachweisen, welches im …

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Kulturgeographie der Spätbronze- und Eisenzeit im Nord- und Westkaukasus

„Kulturgeographie der Spätbronze- und Eisenzeit im Nord- und Westkaukasus“ Die Spätbronze- und Eisenzeit in Kaukasien ist eine Zeit der kulturellen Blüte. Reich ausgestattete Grabfunde, Metalldeponierungen, Siedlungen und Produktionswerkstätten geben Auskunft über die Lebenswelt der prähistorischen Gruppen nördlich und südlich der Hochgebirgskette des Großen Kaukasus. In der russischen Forschung wird dieser Kulturraum traditionell der Koban Kultur im Norden und der Kolchis Kultur im Südwesten zugewiesen. Beide Kulturen sind einander sehr ähnlich und wurden in der Forschung auch lange als ein zusammengehöriger Kulturraum angesehen. Er stand neben einem zweiten, vergleichbaren Kulturraum in Ost- und Südgeorgien, Armenien und Azerbeidžan. Nach einer Periode der Differenzierung der spätbronze- und eisenzeitlichen Kulturen in kleinere territoriale Einheiten, …

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