Vorträge 2003

Fundkontexte griechischer Keramik in Kolchis und Iberien: Möglichkeiten und Grenzen der Interpretation

„Fundkontexte griechischer Keramik in Kolchis und Iberien: Möglichkeiten und Grenzen der Interpretation„ Um die in den antiken Quellen genannten, allerdings nicht ausgegrabenen bzw. lokalisierten, griechischen Kolonien der östlichen Schwarzmeerküste, Phasis, Gyenos und Dioskurias, gruppieren sich kleinere Siedlungen, Einzelgehöfte und Gräber mit griechischer Keramik, die teilweise bis in die 1. Hälfte des 6. Jhs. v. Chr. zurückreicht. Besonders erstaunlich ist die große Anzahl griechischer Gefäße, die in Pitschwnari zutage kam, einem Fundort, der von keinem antiken Autor erwähnt wird. Im Binnenland der Kolchis und der sich östlich anschließenden Landschaft Iberien läßt sich die Verbreitung griechischer Keramik entlang der Flußtäler von Rioni, Kvirila und Kura beobachten. Sie tritt in diesem Gebiet in …

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Anatolien und der Balkan: Neue Erkenntnisse zur frühen Eisenzeit in West- und Zentralanatolien

„Anatolien und der Balkan: Neue Erkenntnisse zur frühen Eisenzeit in West- und Zentralanatolien„ Bis vor wenigen Jahren war die frühe Eisenzeit West- und Zentralanatoliens archäologisch weitestgehend unbekannt; der oft verwendete Begriff „Dunkles Zeitalter“ für diese Periode schien somit gerechtfertigt zu sein. Neuere Entdeckungen in der hethitischen Hauptstadt Bogazköy und an anderen Fundorten wie Gordion, Kaman-Kalehöyük und Troia werfen jedoch neues Licht auf diese Epoche. Diese neuen Erkenntnisse betreffen einerseits das Ende des hethitischen Reiches: ein allmählicher Niedergang des Reiches, hervorgerufen vor allem durch innere Ursachen gilt nun als wesentlich wahrscheinlicher als die früher geäußerte Vermutung, das Hethiterreich sei durch Invasionen der Seevölker oder balkanischer Völkerschaften zugrunde gegangen. Erstmals für Bogazköy …

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Die Handelsbeziehungen der Griechenstadt Istros in archaischer und klassischer Zeit

„Die Handelsbeziehungen der Griechenstadt Istros in archaischer und klassischer Zeit„ Istros, eine der ältesten griechischen Kolonien im Schwarzmeerraum, entwickelte sich in der archaischen Zeit zu einem wichtigen kommerziellen Knotenpunkt zwischen der Ägäis und den unteren Donaugebieten. Obwohl es keine literarische Überlieferungen zu dem Handel in dieser Phase gibt, lassen sich durch die archäologischen Zeugnisse einige Hinweise gewinnen. In Betracht werden vor allem die Befunde aus Istros und seine/ihre chora genommen werden. Zu erwähnen sind hier die Tonwaren, Handelsamphoren und Feinkeramik, Münzen u.a.. In der archaischen Zeit landeten in Istros viele Behälter mit Öl und Wein, Tafelkeramik aus den Ostgriechischen Zentren, Milet, Chios, Lesbos, Klazomenai, Samos, aber auch aus Attika, Korinthos, …

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Pietrele/Rumänien – Grabung in einem kupferzeitlicher Siedlungshügel des fünften Jahrtausends v. Chr.

„Pietrele/Rumänien – Grabung in einem kupferzeitlicher Siedlungshügel des fünften Jahrtausends v. Chr.“ Im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Archäologischen Institut „Vasile Pârvan“ der Rumänischen Akademie der Wissenschaften (Prof. Dr. Alexandru Vulpe) und dem Institut für Ur- und Frühgeschichte der Ruhr-Universität Bochum wurde im Sommer 2002 in der Tellsiedlung Magura Gorgana in der Gemeinde Pietrele, jud. Giurgiu eine erste Grabungskampagne unter Leitung von Alexandru Dragoman, Svend Hansen sowie Agathe Reingruber durchgeführt. Finanziell ermöglicht wurde die Grabung durch Mittel des Rektorats der Ruhr-Universität und einer großzügigen Spende der Firma Hornbach-Baumärkte (Herr Otmar Hornbach), wofür beiden,.wie auch dem Förderverein ArchaeNova e.V. Heidelberg, der das Projekt unterstützt, sehr gedankt sei. Der Siedlungshügel Magura Gorgana befindet sich …

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Zwischen Tripolje, Kaukasus und Ost-Anatolien: Das Spätneolithikum der nordpontischen Steppe im Licht der chronologischen Probleme (2.Hälfte des 4.Jt.v.Chr.-Anfang des 3.Jt.v. Chr.)

„Zwischen Tripolje, Kaukasus und Ost-Anatolien: Das Spätneolithikum der nordpontischen Steppe im Licht der chronologischen Probleme (2.Hälfte des 4.Jt.v.Chr.-Anfang des 3.Jt.v. Chr.)“ The studying of archaeological sources of the Eneolithic is showing us that the development of the first pastoral societies in the Black Sea steppe has been connected to the dynamics of development of the neighbouring agricultural societies – the Cucuteni-Trypillya culture in the Ukrainian forest-steppe and the Darkvelo-Meshoko culture (according to Трифонов, 2001), and later – the Maykop-Novosvobodnaya unity (according to Кореневский, 2001) on the Western and Northern Caucasus. The sources testify that general stability of these societies first of all the Cucuteni-Trypillya provided also stability of development of their steppe …

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