Vorträge 2002

Greek Architecture of the Northern Black Sea Region (Olbia, Chersonesos, Panticapeion

„Greek Architecture of the Northern Black Sea Region (Olbia, Chersonesos, Panticapeion„ The architectural development of the Northern Pontic colonies was closely connected with the building tradition taken from their mother-cities, Ionian – mainly from Miletos and Doric from Heracleia Pontica. During the primary stage of their life (the time of initial colonisation activity, VI – the beginning of V, for Chersonesos till the beginning of IV centuries BC) it an be also suggested the strong influence of local barbarian building tradition. Their coexistence is supposed to be a real phenomena of the Greek colonisation of this region. Barbarian influence can be seen in the building of simple inhabited structures (called …

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Metallbeigaben aus den frühbronzezeitlichen Katakombengräbern in der nordpontischen Steppe

„Metallbeigaben aus den frühbronzezeitlichen Katakombengräbern in der nordpontischen Steppe„ Einleitend wird als Einführung eine kurze Beschreibung der frühbronzezeitlichen Katakomben- grabkultur gegeben. Diese archäologische Kultur, die über den gesamten Steppengürtel vom Prut bis zur unteren Wolga verbreitet war, ist fast ausschließlich aus Grabfunden bekannt. Nur ungefähr die Hälfte der Bestattungen ist mit Beigaben versehen, in der Regel handelt es sich um ein Gefäß. Gräber, in denen verschiedene Metallgegenstände, wie Messer, Pfrieme und verschiedene Schmuckformen niedergelegt waren, sind meist reicher ausgestattet. Während sich Messer und Pfrieme aus Arsenkupfer nicht auf eine bestimmte Phase beschränken lassen, sind Schmuckgegenstände wie gepunzte Bleche, ringförmig- und spiralverzierte Anhänger nur in der frühen Katakombengrabkultur vertreten. Teilweise liegen …

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Chersonesos Taurica: die Stadt und ihre Prägung im vierten Jahrhundert v.Chr.

„Chersonesos Taurica: die Stadt und ihre Prägung im vierten Jahrhundert v.Chr.„ Chersonesos Taurica liegt auf der Krim – am Ort des heutigen Sevastopol. Sie war die einzige dorische Kolonie im nördlichen Pontosgebiet und wurde von den Kolonisten aus Herakleia Pontika und Delos im letzten Viertel des 5. Jahrhunderts v.Chr. gegründet. Die Stadt befand sich auf der Herakleischen Halbinsel, auf dem Kap, das wesentlich in das Meer vorragte. Der außerordentliche Vorteil ihrer geographischen Lage bestand darin, daß Chersonesos am kürzesten Meeresweg lag, der die südliche und nördliche Küste des Schwarzen Meeres miteinander verband. Außerdem lag sie an den Handelsrouten zwischen den westlichen und östlichen Gebieten der nördlichen Schwarzmeerküste. Der Chersonesische Staat, …

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Bejkusch – ein Heiligtum des Achilleus aus der Zeit der griechischen Kolonisation am unteren Bug

„Bejkusch – ein Heiligtum des Achilleus aus der Zeit der griechischen Kolonisation am unteren Bug„ Verbreitungsorte des als Heros und Gott verehrten Achilleus sind im nordwestlichen Pontosgebiet sehr gut bekannt. In erster Linie wären hier das panhellenische Heiligtum des Achilleus auf der Insel Leuke (Zmeinyj) und auch andere Regionen und Denkmäler zu erwähnen, wo seine Verehrung durch literarische, epigraphische und archäologische Quellen bezeugt ist, wie dies bei Olbia, Borysthenes (Berezan), dem Hain der Hekate auf der Kinburunsker Landzunge und dem Achilleusdromos auf der Tendrovsker Landzunge der Fall ist. Weniger bekannt als Kultort des Achilleus ist das Kap von Bejkusch bei Otschakov (zwischen den Limanen von Berezan und Bejkusch), wo eine …

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Der Goldschatz von Michalków in Galizien. Ein Beitrag zu seiner Struktur und Deutung

„Der Goldschatz von Michalków in Galizien. Ein Beitrag zu seiner Struktur und Deutung„ Die beiden in den Jahren 1878 und 1898 in Ostgalizien entdeckten Goldfunde von Michalków, heute Mihalkov in der westlichen Ukraine, gehören zu den spektakulärsten Goldfunden der eurasischen Vorgeschichte. Sie können in die Zeit um 800 v. Chr. datiert werden und markieren damit eine Phase des Übergangs von der Urnenfelder- zur Hallstattzeit. Obwohl insbesondere der zweite Fund aufgrund der unmittelbar nach seiner Entdeckung einsetzenden Plünderungen nicht als vollständig angesehen werden kann, weisen beide Fundkomplexe eine ähnliche Zusammensetzung auf, die auf zwei wesentliche Komponenten beschränkt bleibt: Schmuck, d. h. Trachtzubehör und Kleidbesatz sowie Trink- bzw. Spendegefäße aus Goldblech. Innerhalb …

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In the Northern Periphery of the Nomadic World: Recent Research in the Trans-Ural Region

„In the Northern Periphery of the Nomadic World: Recent Research in the Trans-Ural Region„ The history of the famous collection of golden objects which are widely known as the Siberian Collection of Peter the 1st still remains in the focus of academic interest. Many hypotheses about its origin have been put forward. Recent archival and archaeological research undertaken in Trans-Uralian and West Siberian forest-steppe (between Ural mountains and Baraba plain) allowed scholars to connect a large  part of the Siberian collection with the Sargat culture. It can be dated to the period between the seventh/sixth centuries BC and the third/fifth centuries AD. The sites of the Sargat culture include numerous settlments …

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Kolonisation und Akkulturation in Kappadokia Pontica

„Kolonisation und Akkulturation in Kappadokia Pontica„ Die als pontisches Kappadokien bezeichnete antike Landschaft liegt am Schwarzen Meer zwischen den Flüssen Halys und Iris. Ihre alteingesessenen Bewohner werden in den Schriftquellen als  Syrokappadoker oder Leukosyrer bezeichnet. Die griechischen Oikisten faßten hier im Zuge der Kolonisationsbewegung am Schwarzen Meer zum ersten Mal wahrscheinlich im 7. Jh. v. Chr. Fuß und gründeten die Stadt Amisos, die unmittelbar südwestlich vom modernen Samsun liegt. Die wenigen Schriftquellen geben widersprüchliche Informationen darüber, woher die griechischen Siedler kamen und welche Kontakte sie mit der einheimischen Bevölkerung pflegten. Die Geländeuntersuchungen in der Region und die Bearbeitung des archäologischen Materials aus der indigenen Siedlung Akalan sowie aus dem Bergheiligtum …

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Die Tellsiedlungen: Eine besondere Siedlungsform in Südosteuropa

„Die Tellsiedlungen: Eine besondere Siedlungsform in Südosteuropa„ Bei der Behandlung der Frage der prähistorischen Tellsiedlungen in Südosteuropa erhob sich als erste Schwierigkeit die Definition des Themas. Was ist eigentlich ein Tell? Gibt es tatsächlich „Tells“ in Südosteuropa? Können sie mit den „klassischen“ Beispielen im Orient verglichen werden? Was ist die passende Definition für diese Denkmäler? All dies sind Fragen, auf die ich in meinem Vortrag zu antworten versuchen werde. Für ein besseres Verständnis des Phänomens erachte ich es als erforderlich, einen kurzen Blick auf die Tells im Vorderen Orient zu werfen. Letztere werde ich mit jenen in Südosteuropa vergleichen, um danach zu betrachten, wann und weshalb der Begriff „Tell“ für …

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Neue Forschungen zum römischen Kastell Apsaros an der georgischen Schwarzmeerküste

„Neue Forschungen zum römischen Kastell Apsaros an der georgischen Schwarzmeerküste„ Die Festung im heutigen Dorf Gonio, 15 km südlich von Batumi und 1 km südlich der Mündung des Tschoroch ins Schwarze Meer gelegen, wird allgemein gleichgesetzt mit dem u.a. bei Plinius, Arrian und Prokop erwähnten römischen Kastell Apsaros. Dieses war die größte Festung in dem sog. „Pontischen Limes“, dem spätestens in flavischer Zeit eingerichteten Sicherungssystem der römischen Ostgrenze an der Ostschwarzmeerküste, das verwaltungstechnisch zur Provinz Kappadokien gehörte. Die Festungsmauer, die ihrem Planschema nach in die diokletianisch-konstantinische Zeit zurückgeht, ist bis zu acht Meter hoch erhalten, was auf ihre ständige, mit intensiven Reparaturarbeiten verbundene Nutzung in byzantinischer und osmanischer Zeit zurückzuführen …

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