Vorträge 2001

Die Koban-Kolchis-Kultur im östlichen Schwarzmeerraum

„Die Koban-Kolchis-Kultur im östlichen Schwarzmeerraum„ Zwischen der georgischen Schwarzmeerküste und oberem Terek ist aus der späten Bronze-bis frühen Eisenzeit (ca. 14.-6. Jh. v. Chr.) eine stattliche Anzahl von Bronzefunden aus Gräbern, Siedlungen und Horten vorhanden, die aus forschungsgeschichtlichen Gründen bis in die jüngste Vergangenheit zwei verschiedenen Kulturen – der Kolchis-Kultur in Westgeorgien und der Koban-Kultur in Zentral- und Nordkaukasien – zugeordnet worden sind. Der Begriff Koban-Kultur ist dabei forschungshistorisch der ältere. Er leitet sich von Gräberfeldern beim Aul Koban, Nordossetien, im nördlichen Hochgebirgskaukasus unweit der Georgischen Heerstraße gelegen, her und wurde 1881 von dem berühmten Berliner Arzt und Anthropologen Rudolf Virchow geprägt. Virchow hatte am Fundort selbst Ausgrabungen vorgenommen und …

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Mithridates VI. Eupator und die Stammes- und Staatenwelt am Westpontos

„Mithridates VI. Eupator und die Stammes- und Staatenwelt am Westpontos„ Schon in den Jahren 182-179 v. Chr. hatte Pharnakes I. als Herrscher des an der südlichen Schwarzmeerküste gelegen Königreiches Pontos den freilich erfolglosen Versuch unternommen, sein Herrschaftsgebiet auszudehen und eine Hegemoniestellung im östlichen Kleinasien zu erringen, wobei in diesen militärischen Aktivitäten auch einige indigene Stämme und griechische Poleis des Schwarzmeerraumes verwickelt waren. Aber erst seinem Enkel Mithridates VI. Eupator (geb. 132; reg. 120-63 v. Chr.) gelang es, seit dem späten 2. Jh. v. Chr. den größten Teil der Staaten- und Stammeswelt in den Gebieten um das Schwarze Meer mehr oder weniger direkt unter seine politische Kontrolle zu bringen. Damit wurden …

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Die Späte Bronzezeit in Moldawien

„Die Späte Bronzezeit in Moldawien„ Die kulturgeschichtliche Entwicklung in Südosteuropa ist in den letzten Jahrhunderten des 2. Jahrtausends v. Chr. durch das Auftreten mehrerer Kulturen gekennzeichnet, deren materielle Kultur – in einem ziemlich großen Territorien vom Dnepr bis zu den Westkarpaten – sehr einheitliche Züge zeigt. Eine Reihe von charakteristischen Elementen der bereits zu Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckten Denkmäler der Bronzezeit erlaubten es I. Nestor, eine neue spätbronzezeitliche Kultur im karpaten-balkanischen Raum zu definieren, die seitdem als Noua-Kultur bekannt ist. Die darauf folgenden Forschungen haben seine Beschreibung der Kultur mit neuen Informationen und Argumenten weiter untermauert. In den 50er bis 60er Jahren hat A.I. Meljukova auch im Zwischenstromland von …

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Native Population of the Bosporian Kingdom

„Native Population of the Bosporian Kingdom„ This communication concerns the historical dynamics of Scythians and Meotians, the two most important indigeanous groups in the vicinity of the Bosporan Greeks. The period covered goes from the VIIth century till the end of the IVth century. After their installation on the two sides of the Cimmerian Bosporus during the second quarter of the VIth century, Greeks enter in contact with local populations of the hinterland. The particularity of this encounter is that it concerns both nomads (Scythians) and sedentary tribes (Meotians). Those cultures react towards greek presence in a very different way. That’s why we need to engage a diachronic analysis of …

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Prämonetäre Formen und Münzstätten an der südbulgarischen Schwarzmeerküste

„Prämonetäre Formen und Münzstätten an der südbulgarischen Schwarzmeerküste„ Zu den zahlreichen interessanten spätbronzezeitlichen Funden von der südbulgarischen Schwarzmeerküste gehört u. a. auch ein Barren in Form einer ausgespannten Rinderhaut, der ein Gewicht von 26 kg besitzt und als Zeugnis für Kontakte zur ägäischen Welt angesehen werden kann. In Zusammenhang mit diesem von Dr. Karajotov schon vor längerer Zeit publizierten Gegenstand wird die Möglichkeit weiterer, bisher noch weitgehend unbekannter Fundstücke erörtert, die ebenfalls für frühe Beziehungen zum Mittelmeerraum sprechen. Vor allem im Hinblick auf prämonetäre Formen aus der Frühzeit der griechischen Kolonisation werden im Vortrag aufschlußreiche und teilweise noch unbekannte Materialien vorgestellt, wodurch insbesondere die Rolle von Apollonia Pontike in einem neuen Licht …

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Neue Ausgrabungen in den Sakralzonen von Istria

„Neue Ausgrabungen in den Sakralzonen von Istria„ Als milesische Kolonie wurde Istros (lat. Histria) um die Mitte des 7. Jh. v. Chr. (der literarischen Überlieferung zufolge 657/6 v. Chr.) gegründet. Der Ort befindet sich auf halbem Wege zwischen dem südlichen Arm des Donaudeltas und der heutigen Stadt Constanza (antik Tomis) am Ufer des Sinoe-Sees, der in antiker Zeit eine offene Meeresbucht war.  Das Siedlungsgebiet von Histria besteht aus zwei Kernbereichen: zum einen im Osten die sog. Akropolis, wo sich u. a. auch die Sakralzone befindet, und zum anderen im Westen die sog. Zivilsiedlung.  Mehrfach wurde die Stadt gebrandschatzt; die erste Zerstörung datiert offenbar in das Ende des 6. Jh. v. …

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