Vorträge

Die Ausgrabung der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg am Grakliani Gora, Georgien

„Die Ausgrabung der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg am Grakliani Gora, Georgien“ Die Nürnberger Naturhistorische Gesellschaft ist seit 2004 in Kooperation mit der Ivane-Javakhishvili-Universität Tbilisi in Georgien aktiv. 2016 wurden wir eingeladen, am Grakliani Gora mitzuarbeiten, einem Hügel etwa 30 km westlich von Tbilisi. Dort wurden 2007 beim Bau einer Autobahn archäologische Artefakte entdeckt, bei anschließenden Surveys kamen weitere Schichten zutage. Unsere 2016 und 2018 durchgeführten Grabungen konzentrierten sich auf eine Terrasse mit einer achämenidisch-zeitlichen Tempelanlage aus dem 5. / 4. Jh. v. Chr. Der Vortrag berichtet über den Verlauf und die Ergebnisse beider Kampagnen.

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Funktion und Charakter südthrakischer Hügel-Anlagen

„Funktion und Charakter südthrakischer Hügel-Anlagen“ Grabmal, Heroon, Tempel? Das ist die Frage, die sich heutzutage am häufigsten ergibt, wenn man sich mit der Funktion und dem Charakter einer thrakischen Hügel-Anlage der Klassik oder des Hellenismus befasst. Im diesjährigen Mithridates-Festvortrag wird diese Fragestellung anhand aussagekräftiger Beispiele aus der Sicht der heutigen Forschung einschlägig beleuchtet.  

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The Round Stone Place in the Palace Center of Pliska – The First Bulgarian Capital

„The Round Stone Place in the Palace Center of Pliska – The First Bulgarian Capital“ The research of Pliska, one of the largest earlymedieval urban centers in Europe, began in 1889. After 128 years of excavation, the first Bulgarian capital still has many surprises. One of them is the site called the Round Stone Place, discovered in 2005. This monument occupies an area of one hectare in the Palace center of the city. The so-called Arena has an elliptical shape; it is dug at a depth of one meter from the medieval level and is surrounded by a wooden fence. The whole area is covered with 4448 stone slabs. There …

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Yurta-Stroyno, Roman rural settlement in the south-eastern Bulgaria

„Yurta-Stroyno, Roman rural settlement in the south-eastern Bulgaria“ The Roman province of Thrace, created in 45 A.D. during the reign of emperor Claudius, was a relatively peaceful area, not directly bordering with the “barbaricum”. Consequently, only a small military presence was required to oversee the province, concentrating within two smaller camps. Many Roman army veterans were however settled along the strategic points such as mountain passes or main rivers. The Yurta-Stroyno rural settlement, presumed to be a veteran vicus, was placed twelve kilometers east of the Tundzha River, navigable from the Northern Aegean Sea all the way up to the Thracian Lowlands, and along a road built under the reign …

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14. Mithridates-Festvortrag

„Die ikonographische Angleichung in der achämenidischen Kunst von Gott und König“
Referent: Prof. Dr. Bruno Jacobs / Universität Basel
Samstag, 25. April 2016 um 19.00 Uhr s.t. im Hörsaal des Robertinums, Universitätsplatz 12, 06108 Halle/Saale

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Torbulok – ein neu entdecktes Heiligtum im hellenistischen Osten

„Torbulok – ein neu entdecktes Heiligtum im hellenistischen Osten“ Torbulok („vier Quellen“) ist der Name eines kleinen Dorfes im Südwesten Tadžikistans. Durch den Fund eines großen Perirrhanterions (Kultgefäß) konnte dort ein Heiligtum lokalisiert werden, das zu den wenigen bekannten Heiligtümern im antiken Baktrien hinzu tritt. Es gehört in die Zeit nach Alexander dem Großen, die auch in dieser fernen Region der hellenistischen Welt durch eine Vermischung griechischer und einheimischer Kulturen gekennzeichnet ist. Das ländliche, extra-urbane Heiligtum wird seit Ende 2013 ausgegraben, wobei das Grabungsprojekt insbesondere kult- bzw. ritualgeschichtliche Fragestellungen verfolgt. Wurden im hellenistischen Fernen Osten griechische Kulte und Rituale nach griechischen Mustern praktiziert, oder lassen sich auch Praktiken nachweisen, die …

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Residenzstadt und Grabstätte des ,hellenisierten‘ Herrschers Seuthes III. im bulgarischen Rosental

„Residenzstadt und Grabstätte des ,hellenisierten‘ Herrschers Seuthes III. im bulgarischen Rosental“ Folgt man dem griechischen Geschichtsschreiber Diodor, behandelten die Thraker gefangene Griechen mit ausgesuchter Grausamkeit – eine eindrückliche Schilderung ihres Barbarentums. Diese griechische Wahrnehmung von Barbaren am ‚Rande‘ ihrer Welt steht im krassen Widerspruch zu den archäologischen Befunden und Funden in der griechisch geplanten Residenzstadt des odrysischen Machthabers Seuthes III. (ca. 330–295 v. Chr.). Hinzu tritt das 2004 entdeckte riesige Kammergrab des Herrschers mit seinem gesamten Inventar (goldenes, silbernes, bronzenes Geschirr, Amphoren, Waffen, Münzen etc.). Vor dem Grabzugang wurde das grandiose Bronzebildnis des Seuthes gefunden. Von diesen Funden ausgehend lässt sich das Phänomen der Akkulturation der Thraker in exzeptioneller Weise …

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Über den Beginn sozialer Ungleichheit in den frühen Metallzeiten: Eine Goldgewinnung des 4. und 3. Jt. in Sakdrissi (Südostgeorgien)

„Über den Beginn sozialer Ungleichheit in den frühen  Metallzeiten: Eine Goldgewinnung des 4. und 3. Jt.   in Sakdrissi (Südostgeorgien)“ Durch die Entdeckung des prähistorischen Goldbergwerkes von Sakdrissi in Georgien und seine Datierung in das 4. Jt. v. Chr. haben sich für die Forschung mehrere Fragen gestellt: In welchem sozialen Umfeld wurde hier in komplexer Arbeitsteiligkeit Gold produziert? Hat diese Goldgewinnung, die nach einer ersten Abschätzung der Produktionsmengen einige Hundert Kilogramm umfasst haben sollte, eine gesellschaftliche Differenzierung von Konsumenten und Produzenten begünstigt? Wie schwer die Rekonstruktion der Sozialumstände urgeschichtlicher Rohstoffgewinnung ist, zeigt die südostgeorgische Goldgewinnung im späteren 4. Jt. v. Chr. auf eindrückliche Weise: Während die „Produzenten“ mit ihren siedlungsgeschichtlichen und …

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Archäologie der Shirak-Ebene und angrenzender Gebiete (NW-Armenien)

Das deutsch-armenische Kooperationsprojekt: „Archäologie der Shirak-Ebene und angrenzender Gebiete (NW-Armenien)“ Ein Streifzug durch die Grabungs- und Forschungsergebnisse der letzten Jahre. Website zum Projekt: www.shirak-armenien.org Im Rahmen einer Kooperation zwischen der Republik Armenien und dem Land Sachsen-Anhalt finden seit 2009 Grabungen unter der Leitung des Referenten im nordwestlichen Armenien statt. Einen Schwerpunkt bildet die Siedlung Azatan und ihr Umfeld in der Shirak-Ebene, wo sich der Übergang von der Mittleren zur Späten Bronzezeit exemplarisch für weite Teile Transkaukasiens untersuchen lässt: große, reich ausgestattete Kurgane als Hinterlassenschaft einer nomadisch lebenden Gesellschaft werden von so genannten zyklopischen Festungen abgelöst. Die Grabungen zielen auf eine Erklärung für das plötzliche Auftauchen der Festungen und zugehörigen Siedlungen. …

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Archäologie der Kolonisation: Die Minoer im Urlaub

„Archäologie der Kolonisation: Die Minoer im Urlaub“ Die letzten Jahre erbrachten eine Fülle an neuen Informationen zu dem Übergang von der Mittelbronzezeit zur Spätbronzezeit in der östlichen Ägäis wie auch an der gegenüberliegenden Küste Westanatoliens. Der Vortrag wird sich vor allem auf die nordöstliche Ägäis konzentrieren. Präsentiert werden neue Argumente von den Inseln Samothrake, Imbros, Tenedos, Lesbos, Lemnos und Chios, vor allem solche, die sich mit der sogenannten Minoisierung verbinden lassen. Dieser Begriff erfuhr in den letzten Jahren einen Schub an Popularität. Es soll deswegen eine genauere Definition versucht und dabei vor allem analysiert werden, wie sich dieser Prozess in den archäologischen Funden und Befunden niederschlägt. Klar ist mittlerweile, dass …

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